Sonntag, 9. Februar 2014

SEMESTERFERIEN

das ist gouda in meiner hand. ich pose mit gouda. 

Semesterferien haben angefangen und mir war nie langweiliger. Meine Freunde sind entweder unglücklich verliebt oder in Berlin oder in der Klapse, ich bewohne eine riesige Wohnung alleine.


So viel Zeit, Dinge zu tun, die man ein halbes Jahr nicht geschafft hat. Fußnägel schneiden zum Beispiel. Kurze Überlegung, ob man den vom großen Zeh zum Zahnstocher recyclen könnte. Dann heftige Erkenntnis, dass diese vorlesungsfreie Zeit noch Monate geht und Angst, irgendwann auf die Idee zu kommen, körperliche Abfallprodukte zu einem leckeren und ethisch vertretbaren Eintopf zu verkochen. 
Überlege, als Gegenmaßnahme Nacktbilder von mir auf Facebook zu posten, damit wenigstens online was passiert. Trau mich aber nicht und stalke stattdessen meine Verflossenen auf Facebook. 
Abends betrink ich mich alleine, kultiviert mit Weinglas. Stelle auf einmal fest, wie verrückt es ist, dass so ein dünnes Glasstäbchen den ganzen Wein hält. Also aus der Flasche trinken, das ist nicht so unheimlich.
Bin doch jetzt Schreiberin, also betrunken notieren. Weisheiten wie "Es fehlen immer die Knöpfe, nie die Löcher" stehen am nächsten Morgen in meinem Notizbuch und ich schäme mich. Allein sein, Zeit Neues auszuprobieren.


Bisherige Selbstversuche: 
- Wie lang kann man die Luft anhalten, und kann man davon wirklich umkippen? (Kann man, sagt google, ich hab aber nicht genug Willenskraft.) 
- wie lange kann man sich ungeduscht ertragen (läuft)
 - wie lange überlebt man in seiner Wohnung, ohne zu verhungern oder seltsame Selbstversuche durchzuführen (möchte nicht drüber reden).
Die Lage ist ernst, überlege mittlerweile sogar, das Bad zu putzen.


Kommentare:

  1. Ich liebe deinen Schreibstil. Sehr unterhaltsam zu lesen und nicht so ernst wie die meisten Blogs, denen man sonst begegnet :)
    Liebe Grüße,
    Kiamisu

    AntwortenLöschen
  2. Hihi, die Fotos gefallen mir, weil sie nicht die typischen 'Ich pose wie ein Topmodel'- Bloggerlangeweile vermitteln.
    Und dein Schreibstil macht mir Spaß. Ich glaube ich bleibe noch ein bisschen hier und schau mich um. Dieser Post ist nämlich sehr vielversprechend.
    Dir noch ganz viel Spaß und Kreativität in deinen Semesterferien und den ein oder anderen Schluck Wein - egal ob aus Glas, Flasche oder Plastikbecher. Hauptsache es schmeckt ;)
    Liebst, Anne (:

    AntwortenLöschen
  3. Ich hab dich und deinen Blog gerade entdeckt - er ist wirklich schön. Mach weiter so ! c:
    Beste Grüße, Neele von Royalcoeur ♥

    Ps. Ich freue mich auch auf deinen Besuch - und deinen Kommentar ? ((:

    AntwortenLöschen
  4. schön :)
    und es spiegelt auch meine semesterferien sehr gut wieder ;)

    AntwortenLöschen
  5. Tja, wenn man nicht genug Geld hat, um in den Semesterferien 'n paar Wochen abzuhauen, sind die meistens wirklich langweilig. Ich hab 'n Nebenjob, werde aber auch nur 2-3x die Woche gebraucht, den Rest der Zeit verbringe ich damit, mein noch nicht mal erhaltenes Gehalt zu verplanen. Und nebenbei ein bisschen Hausarbeit zu schreiben (dazu kann ich mich aber kaum aufraffen). Wenigstens geht's nicht nur mir so mit der Langeweile in den Semesterferien :P

    AntwortenLöschen
  6. danke. und ich dachte schon, ich bin merkwürdig haha.

    AntwortenLöschen
  7. :D Sehr lustig geschrieben. Ich hätte so gerne auch schon Semesterferien.

    Liebst,
    Katja
    baglovin.de
    Lust auf eine Blogvorstellung?

    AntwortenLöschen
  8. Haha :D Hatte den Eintrag geschrieben, nachdem ich "Das kunstseidene Mädchen" fertig hatte :P

    AntwortenLöschen
  9. Toller Blog, bei mir läuft gerade eine Blogvorstellung hast du lust mitzumachen :)
    http://kaariiiibaaaaa.blogspot.de/ Michelle <3

    AntwortenLöschen
  10. schwarzer kaffee mit rotwein is super. schmeckt n bisschen wie glühwein, allerdings um einiges pornöser..

    AntwortenLöschen
  11. Erste Sommerferien als frischgebackener Referendar.

    Selbstversuch: Wie weit kann man in einem Blog nach hinten lesen?

    AntwortenLöschen

(Ich veröffentliche nur freundliche Kommentare. Das Sudelheft ist mein Zuhause, und ich lade selten Leute zu mir nach Hause ein, die mich mit "Ich hasse dich, deine Familie und deine Texte" begrüßen.)