Depression

Das eklige an der Depression ist, wie wenig originell sie ist. Im Bett liegen. Weinen. Auf irgendwas treten. Nicht mehr weinen können. Anrufe ignorieren. Kolumnen absagen. Selbstmordmethoden googlen, Tavor, zwei halbgare Anrufe bei Psychiatern, die nie zurück rufen. 

Ich weiß, ich weiß, das klingt alles wieder zu zynisch, zu sarkastisch, zu wenig nach dem bewährten "Ich bin eine Betroffene" - Geständnis-Duktus. Dabei ist die Depression ganz genauso fucking lächerlich und sarkastisch wie ich gerade. Die Depression ist kein bunter Bento-Artikel, sie hat keine flickernden GIFs und kein Happy End, das mit dem Aufruf endet, sich einfach Hilfe zu suchen, Krönchen richten, Bussi, weiter gehts, bloß nicht aufgeben, ihr Süßen. Die Depressionen sind viel zu viele viel zu laute Stimmen. Das hier sind meine.

Stimme 1: Ich hab bei "House of Cards" gesehen, dass man am besten ein Aspirin nimmt, bevor man sich im warmen Badewasser die Pulsadern aufschlitzt. Macht das Verbluten einfacher.

Stimme 2: Was anderes als House of Cards schauen kriegst du ja auch seit Tagen nicht hin. Andere retten Weltmeere. Andere schreiben Bestseller. Andere rufen zumindest mal ihren Agenten zurück.

Stimme 1: Vielleicht solltest du ein BUCH über deine DEPRESSION schreiben, das hat bestimmt noch keine Sau gemacht (dummes Lachen)

Stimme 1: Du lachst dumm.

Stimme der Vernunft (leise): Wenn ich mich mal kurz einschalten darf...

1. 2. 3. Stimme im Chor: Halt die Fresse, du bist fett.

Stimme der Vernunft: Hä? Ich bin überhaupt nicht fett. Ich hatte auch nie ein Problem damit. Hä?

Stimme 2: Stimmt, ist aber egal. NEWSFLASH: Alles ist nämlich egal.!!!!

Stimme 1: Schau mal Ronja, deine inneren Stimmen benutzen schon so beknackte Ausdrücke wie "NEWSFLASH!!". Willst du nicht nochmal über die Badewannenoption nachdenken? Ich hab dir hier mal eine Excel Tabelle ausgedruckt, welche Selbstmordmethode am effektivsten und dabei schmerzfreisten ist.

Stimme der Vernunft (Leise): Selbstmord ist nie freiwillig. Es heißt einfach nur, dass der Schmerz zum Steuermann wird. Was man möchte, ist Erleichterung. Und das ist ein Gefühl. Gefühle hat man nicht mehr, wenn man tot ist.

Stimme 2: Blablabla ich kotz im Strahl. Überleg mal, wie priviligiert du bist. Du hast sogar ein Handy. Gut, ist ein Android, aber das ist doch kein Grund, sich gleich mit Selbstmord zu beschäftigen.

Stimme 4: Süß, jetzt hyperventiliert sie, wie so eine Propellermaschine von AirBerlin.

Stimme 1. Airberlin war dir in vieler Hinsicht ähnlich. Nie richtig erfolgreich. Und dann tot.

Stimme 1: NEWSFLASH Ronja ist noch nicht tot.

Stimme 2: Ronja hat alles, was sich irgendwer anderes wünscht. Diese Wohlstandsverwahrlosung kotzt mich an. Das ist ekelhaft. Wenn du nicht glücklich bist mit dem, was glaubst du denn, dass dich irgendwas anderes auf der Welt noch glücklich macht? Was willst du denn verdammt nochmal noch vom Leben?!!

Stimme 5: EINEN SWIMMINGPOOL!!!

Alle anderen: Wer bist du denn?

Stimme 5: Sorry, neu hier, hab nur Bock auf Swimming Pool. Ich chill mich mal wieder ins Unterbewusste. Ciao, ihr Fotzen.

Stimme 1: Wer sagt denn heute noch "Fotzen"?

Stimme 2
: Können wir beim Thema bleiben, bitte?

Alle durcheinander: Was war das Thema nochmal? Wo soll hier noch Zukunft sein? Wie soll man einen "Purpose" finden, wenn man es nicht mal schafft, morgens aufzustehen? Oder mittags? oder irgenndwann? Ist "Purpose" nicht auch so ein ekliges Wort von ekligen Instagrammerinnen, die davon leben, ihre Margarine zu fotografieren? Gott, für diese Welt lohnt es sich echt nicht weiter zu machen.

Stimme 1: Ruhe Mal. Ronja schreibt das gerade alles auf. Bestimmt nur, um es auf ihrem beschissenem BLOG zu veröffentlichen, wie so eine beschissene BLOGGERIN.

Stimme 2: Meine Fresse, ist das erbärmlich. Ich glaub, wir müssen gar nichts mehr sagen. Die checkt irgendwann schon allein, was sie wert ist. Ich frag nochmal nach diesem Pool-Projekt.

{Sorry. Das war vielleicht bisschen viel, bisschen überzogen, bisschen falsch, aber so fühlt sich gerade alles an. Die Depression ist momentan nicht beige, sie ist grell und laut und lässt sich von Medikamenten und Rotwein nicht beeindrucken. Bald wird es wieder besser gehen. Bestimmt. Muss es ja. Bis dahin bitte Verständnis für therapeutische Veröffentlichungen und sonst wenig Interaktion}

PS: Beim Lesen mancher Kommentare da unten weiß ich zumindest, dass ich nicht allein bin mit irren Stimmen. (Und beim lesen der sehr netten, dass ich nicht allein bin auf diesem Planeten, danke)

So stelle ich mir den Vorsitzenden der Depressions GmbH vor. Er hat diesen Job auch nicht freiwillig gewählt. Er wollte auch mal was anderes werden. Es ist halt nichts draus geworden. Das kennt man ja.



Kommentare

  1. Es ist, verdammt nochmal, keine Depression! Das ist eine faule FAULE Ausrede! Es ist ein philosophisches Dilemma von jemandem, der nicht glaubt, dass Denken gelernt sein will / muss. Die Probleme sind nicht in der Psyche, sondern auf der Welt – und es verlangt viel Geduld, sie anzugehen. Da muss viel weiter unten angefangen werden, als es erst mal den Anschein hat. Sie können sich natürlich immer davonstehlen, aber das hieße, alles kaputtmachen, was Sie bisher schon ahnen. Und seien Sie sicher, ein anderer, der dann eben wieder Sie sein wird, wird sich genau da wiederfinden müssen, wo Sie jetzt stehen. Aufgeben ist wirklich die größtmögliche, die dümmste Ressourcenverschwendung, das wäre schade für alles, was schon war und dann nochmal dahin muss, wo Sie grade zu verzweifeln versuchen. Es tut weh, aber es gibt keinen Um / Ausweg. Luftholen, Durchtauchen und noch deutlich ernsthafter werden, auch wenn dann wohl die Anerkennung schwindet. Die war eh nichts wert! Sich nochmal ganz klein machen und lernen – lernen, lernen!

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    1. Hallo. Ich möchte zustimmen, Aufgeben ist der falsche Weg. Trotzdem finde ich, dass es nicht geht jemandem eine Depression abzuerkennen. Vor allem nicht als Random Internet Stranger. Was soll, dass denn? Ich will hier auch nicht den White Knight für Ronja spielen. Sie versteht sicher mit der Situation umzugehen. Ich kommentiere hier nur, weil es mich nervt, wie oft das im Internet passiert. Vielleicht gibt es Leute, die Aufmerksamkeit wollen und sich eine Depression erdenken. Aber doch sicher nicht alle. Also bitte etwas sensibler an die Thematik rangehen. Danke.

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    2. Dies ist eine Depression - und dies ist meine Aktenmappe: Da, wo längst Flügel gefragt wären, versucht es die Wissenschaft immer noch mit Beton. Ich antworte auf einen Artikel von Frau Ronja von Rönne, nicht auf einen Fall von ...

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    3. Psychiatrische Notfall-Ambulanz (030) 92 79 03 20 Alexianer, oder
      anlaufstellen-berlin.de/doku.php?id=psychische_probleme:depression

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  2. Swimming Pool? Wenn schon, dann Infinity Pool:

    https://www.youtube.com/watch?v=sIDWqr4Dau4
    https://www.youtube.com/watch?v=yFslhA1Dd3s
    https://www.youtube.com/watch?v=gB37uex_qk0
    https://www.youtube.com/watch?v=v_ATnE02qFs

    Hab' noch mehr Häuser auf Lager. Aber schau' Dir erst mal diese Häuser an. Dann geht's wieder, Du niedliche Gurke.

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    1. Entweder blöd, taub oder wirklich hartgesotten, wer die Musik zu diesen unsäglich grottigen Videos aushält!

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    2. Beides. Mein Favorit ist das mit der Rutsche. Es drückt so viel aus: Erst geht's mit Bammel abwärts, dann macht's Juhuh! Wünsche Dir Juhuh.

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  3. Bitte nicht Selbtmordmethoden googeln, ist gruselig, lieber Sachen konsumieren die einen besser drauf bringen, gute Musik, Katzenvideos, Adam Sandler Filme, irgendwie sowas, gute Besserung auf jeden Fall ✌☀��

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  4. Wenn ich so drüber nachdenke ,viele Menschen haben Depression oder fühlen sich einfach nicht wohl mit den Dingen die sie haben.Manche haben viel erlebt andere haben den Wunsch etwas besonderes zu sein oder die Anerkennung zu bekommen die sie ihrer Meinung verdient haben.Nur leider sind Wünsche und Träume weit von der Realität entfernt und somit ist man gezwungen immer an sich zu arbeiten und wieder und wieder ,obwohl man eigentlich lieber nen Burger für 15,00 Euro bestellt um nicht das Haus verlassen zu müssen und jedermann sehen würde wie schlecht es einem geht obwohl der Supermarkt 100 m entfernt ist.Ich persönlich zerstreue mich gerne das bedeutet ich mach 100 Sachen aber nur halb und nie ganz.Besser als Wolken mit Regenwetter im Kopf mit sich rumtragen
    Also nicht aufgeben und vielleicht doch mal den Psychologen zurückrufen.

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  5. Ich fühle mich gerade so verstanden. Saß heulen auf meinem Sofa und entdecke deinen Text, heulte mehr und fühlte mich zuhause. Rotwein und Tabletten sind Tabu, für mich. Ich mag eh keinen Rotwein, aber bier. Ist auch Tabu. Hab ein Kind. Das macht es manchmal einfacher. Oft schwerer und und selten so schwer, dass ich über das Fenster im Oberen Stock nachdenke. Ich hab keinen zum drüber reden, oder schreiben. Will ich aber. Manchmal. Aber du kennst das ja. Meine Stimme Nummer 1 sagt mir, dass ich selbst dafür zu dumm bin. Also schreib du für uns beide.

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  6. Freudige Dinge tun!
    Lachen.
    Den Wellen beim Rauschen zuhören.
    Die Freiheit genießen...
    Nicht ans Ende denken sondern an das Leben..

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  7. vielleicht ab und zu mal etwas koks oder eine ecstasy? lol just sayin. ketamin soll ja auch bei depressionen eingesetzt werden.

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    1. Supi, Koks gegen Depris. Ein Nervengift, das bei Entzug Depris verursacht, um die Nerven zu stärken und Depris zu bekämpfen...

      Es gibt gute Medikamente und Therapeuten. Etwas Risperdion gegen Stimmen, ein gut dosierbares Antidepressivum und jemand der zuhört, das braucht man in so einem Moment.

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    2. lol hab ich aber auch gedacht, glaube das besonders ecstasy könnte leuten, welche unter Depressionen leiden neue Möglichkeiten und Selbstvertrauen manifestieren

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    3. kann halt auch aus Erfahrung sprechen, dass das zuhören einem irgendwann auch als sinnlos vorkommt. Dann lieber einmal eine Droge in dem Fall Ecstasy ausprobieren, in Ruhe z.B. alleine zu Hause und neuen Lebensmut schöpfen, als sich tag ein tag aus im Alltag mit irgendwelchen Medikamenten wegzuballern

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    4. Wow, von euch hat nie jemand mal länger Drogen genommen, oder? Wie alt seid ihr? 14? Wenn man alleine die Decke anstarrt und nicht einschlafen kann, ist das nicht gerade förderlich für den allgemeinen Fun-Faktor. Möglichkeiten und Selbstvertrauen haha! Witzig... Achso, der Unterschied zwischen Droge und Medikament? Es gibt keinen. Beides ist wegballern. Und schlauer ist davon noch keiner geworden. Bessere Laune bekommt man übrigens spätestens ab dem nächsten Tag auch nicht. Zieht euch wenigstens vorher rein, was ihr euch da reinpfeift. Sagen wir lieber "informiert".

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  8. Außer vielleicht dem ersten finde ich alle Kommentare ziemlich überzeugend - im Sinne des Beitrags.

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  9. EGAL was es ist, Depression oder Nihilismus, umarme es, denn deine Wörter tun der Welt gut. Während dem lesen habe ich geschmunzelt, melancholiert und sinniert. Das war schön und ich freue mich auf die nächsten Wörter. Danke!

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  10. Meine Stimme 3 fährt mit dem Linienbus zum nächsten McDrive, um mal wieder in Ruhe Puddle of Mudd zu hören. Hoffnung halt.

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  11. Durch die Planung der Zerstörung des Körpers glaubt der Geist die Macht über den Tod zu erlangen. Das ist ein finsterer Aberglaube. Dahinter steht das verzweifelte Unvermögen, den eigenen Tod zu bedenken. Jeder zu konstruierende Satz muss es versuchen, jeder gelungene Satz ist Tod und Erlösung. Wer das weiß, dem ist Schreiben eine Herkulesaufgabe. Ohne Mut, ohne Liebe zum Rätsel der Sprache, zu ihrem Sinn und Klang, aber auch ohne Studium aller Tradition, aller alten und neuen musikalischen Wendungen wird es kaum gelingen, aber das Leben gibt Ihnen ja Zeit. Auch wenn Sie sich zu wehren versuchen, Sie sind ein Geistesmensch, genießen Sie Ihren Körper, aber überschätzen Sie ihn nicht! Er ist so, wie er ist und wird sein, wie er sein wird. Denken Sie Ihre Sätze, bauen Sie sie sorgfältig, das ist schwer genug! Aber das ist dann auch genug!

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    1. Es sind diese körperlichen Defizite, die durch einen exzessiven Lebensstil außer Balance geraten und Depressionen auslösen. Oder auch die vier Leiber, die ständig in Balance gehalten werden müssen. Der Körper besteht aus vielen Wesensgliedern, die zusammen eins ergeben.
      Ruhen Sie sich aus, nehmen Sie Abstand zu dem, was Druck erzeugt und konzentrieren Sie sich auf sich selber und auf ihren Geist, dabei soll das nicht zu eso klingen. Es gibt so viel Schönes, das sie umgeben kann, wenn sie es zulassen. Dann kann das Leben auch, trotz Allem was da draußen passiert ganz toll sein. Wir brauchen solche Leute wie Sie.

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  12. Die Stimmen kenn ich, im Nachhinein hätte ich ihnen Namen geben sollen, dann hätte ich sie besser auseinander halten können. Hätte, hätte, Fahrradkette.
    Aber was ich für mich gelernt und erfahren habe, noch vor und während meiner Therapie, ist, dass es viel
    beschissener ist, wenn plötzlich gar keine Stimme mehr da ist. Nicht mal mehr die der Vernunft. So lange sie noch laut und deutlich waren und sich verändert haben, wusste ich, es arbeitet in mir.
    Ich wünsche dir viel Kraft und dass dir die kompletten Stille erspart bleibt.

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  13. ich hoffe, du mmachst nicht den gleichen fehler wie ich, und hast die kommentare unter diesem post gelesen. das is ja der kracher hier.

    ich schicke dir viel liebe und eine umarmung, wenn du sie möchtest.
    alles wird gut. du musst nur atmen.

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  14. Stimme Zu: Alles ist doch egal, und? So sind wir frei :)

    (Alles Gute und viel Geduld um diese Phase zu überwinden)

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  15. Habe keine Lust, irgendwas Kluges oder Cooles dazu zu sagen. Alles Gute, liebe Ronja!

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  16. Viel Kraft beim Aushalten und einen schönen kreativen Backclash wünsche ich dir! ;) Wenn kein Leonard Cohen mehr funktioniert, dann erinnere dich wie damals Leonard Cohen geholfen hat und wie du dazu kamst ihn zu hören, vielleicht findest du so einen neuen Leonard-Cohen-Moment.

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  17. Liebe Ronja,
    ich bin zwar um einiges jünger als du, aber auch betroffen und kann das alles voll nachvollziehen. Und es ist okay mal nicht zurückzurufen und nur Serien zu schauen. Wenn du es schaffst, kannst du ja mal versuchen vorsichtig raus zu gehen und einen Baum zu umarmen. Für andere Leute mag das komisch aussehen, aber mir hilft das immer. Du bist übrigens nichtmal die einzige, die auch noch aufschreibt, was die beknackten Stimmen so labern. Meine 2 Streiten sich auch ständig. Alles dokumentiert. Wenn ich demnächst eine Sternschnuppe sehe, wünsch ich mir was für dich. Und heute in der Kirche geht ein Gebet mit ab. Viel Erfolg beim Erholen. Alles Liebe, Marie

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  18. Hey Ronja. Ich und der Dachs kennen das ein bisschen. Wir probieren es mit Kunsttherapie. Der Dachs wird dich wohl jetzt öfter mal auf deinem Blog besuchen. Er ist auch ganz höflich meistens. :-) www.ulliunddachs.blogspot.com

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  19. Liebe Ronja,

    hier ein Reddit-Thread zum Thema Suizid, welches dich zum Umdenken bewegen könnte:

    https://www.reddit.com/r/AskReddit/comments/22y9f7/serious_parents_of_children_who_have_committed/

    Liebe Grüße und halt durch. Und vor allem, drehe mal wieder eine Folge Streetphilosophy.

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  20. „Nie geboren zu sein:
    Höheres denkt kein Geist!
    Doch das Zweite ist dieses:
    Schnell zu kehren zum Ursprung.“
    Eine Talkshow, in der die Stimmen zu Wort kommen, die meist nur hinter den lauteren Begebenheiten murmeln oder durch Alltagsroutine übertönt werden. Ein Moderator ist nicht zu vernehmen, aber wer aufschreibt, sollte vielleicht diese Rolle mitübernehmen. Seine Aufgebe wäre dann wahrscheinlich, jedes einzelne dieser Statements durch präzise Fragen dazu zu zwingen, den eigenen Gedanken mal fertigzudenken. Unausgegorenes Gepolter wird dadurch zwar nicht stimmiger aber doch zumindest durchschaubarer. Abstrakt gültige Argumente für das Leben sind tatsächlich schwer zu finden, aber zumindest ist es doch recht einfach die dummen Argumente dagegen als armselige Gedankenlosigkeiten zu entlarven. Das, welches das beste dagegen zu sein scheint, das am Anfang von Sophokles, ist in Wahrheit das beste für das Durchhalten. Ihr Text ist literarisch mau, Sophokles ist da durchaus vielschichtiger in seinen Tragödien, aber selbst ihr Text rechtfertigt allein durch die Kraft, die ihn aus seinem noch nicht Dasein in seine Existenz herausgezerrt hat, jedes noch so durchlittene Leben. Ihre Stimmen sind ja ein seltsam unstrukturiertes Geplapper, auch sehr wenig aufeinander bezogen, wenig Dialog. Der vielleicht größte Meister der Zuordnung von verschiedenen Stimmen, J. S. Bach, hatte es anfänglich vielleicht mit ähnlich unangenehmen Gesellen zu tun. Mit Geduld und Ausdauer wurde daraus das, dem gegenüber es wohl keinen Musiker gibt, der es nicht auch noch 300 Jahre später mit offenem Mund bestaunt: Der unbezweifelbare Beweis, dass es für das Leben keinerlei Argumente bedarf!

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  21. Es tut mir leid, dass es Dir so geht, liebe Ronja. Ich will Dir nicht vorwerfen, dass Du aus Deinen Probleme Kapital schlagen möchtest. Im Gegenteil: Tatsächlich ist das ja gerade wirklich die totale öffentliche Selbstdemontage und vielleicht ist das gerade genau das, was du brauchst. Es ist vollbracht. Du wurdest gehört. Ästhetsier es nicht länger. Es ist ernst. Versuch, die Benzos auszuschleichen. So schnell wie möglich. Ich kenne ein paar Menschen, dir daran zu Grunde gegangen sind. Such Dir Hilfe. Es gin einen Weg. Alles Liebe

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  22. Aber was, wenn es wirklich so wäre, wie es aussieht? Es könnte ja wirklich sein, dass grade eine ganze Epoche dabei ist, hintenüber zu gehen. Einiges deutet darauf hin. Da kann man sich schon mal verschätzen und sich die ganzen Symptome erst mal selber anlasten. Aber wenn es wirklich so wäre, dann wäre keine Zeit mehr für Depressionen - dann wäre die Zeit, gut zu überlegen, was denn in die Umzugskisten soll und was alles in die Tonne kann.

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  23. Wenn die Stimmen von da oben nur ein Minimum an Charakter hätten, müssten sie antworten auf die Stimmen von hier unten - auf eine nach der anderen.

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  24. Ich glaub die Welt und das Internet und alles was man hier an sinnlosem Bullshit sieht den dann doch wieder alle interessiert ist das, was so antrieblos/traurig/depressiv macht. Mich zumindest. Und man denkt sich man das Handy muss ins Klo und Weg mit dem Allen weil die Leute Blödsinn kommentieren den man ihnen nicht ausreden kann und Online Artikel Shampoos rezensieren weil nicht mal das die Menschen noch face to face besprechen können. Dann stellt man (ich) fest, man braucht das anscheinend auch, man konsumiert das, ist fast noch trauriger. Jedenfalls: In einer solchen Umgebung muss es einem genauen Bebobachter bzw in diesen Fällen Beobachterin ja schlecht gehn. Ich beneid dich trotzdem und dein Schteibtalent und deinen Erfolg damit. Und ja das Leben ist absurd aber ich glaub Selbstmord ist keine Lösung, hab Camus noch nicht durch.

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  25. In der Klicktabelle stehen Depressionen wahrscheinlich auf dem zweiten Platz, gleich hinter Pornos. Aber ein paar kokett-kindische Selbstmordanklänge reichen einfach nicht für Ihre Eigendiagnose. Und Ihre „Stimmen“ sind banal, bestenfalls lustig-lächerlich, psychotisch sind sie jedenfalls nicht. Ihre Schreibe ist hier zwar recht einfältig gehalten, aber wer zumindest das noch so flott runterschreiben kann, ist vielleicht schludrig oder faul (respektive antriebsarm, wenn es denn ein Seelenadjektiv sein soll), als depressiv kann ich das alles wirklich beim besten Willen nicht diagnostizieren.

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    1. Eine Ferndiagnose ist eh nichts wert. Eine Ferndiagnose anhand eines Blogeintrags erst recht nicht. Eher gefährlich anmaßend.

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  26. Wisst ihr überhaupt wie sich eine Depression anfühlt? Jemand der das nicht selbst hintersich hat oder es womöglich gerade durchmacht, der kann sich hierzu wohl kaum äußern. Was ein depressiver am wenigsten braucht sind Ratschläge und ein Kein-Verständnis-Verhalten. Dies hat auch nix mit Faulheit zu tun. Man braucht imens Kraft um daraus zu kommen und das oft nicht alleine. Zumeist klammert sich ein Depressiver an einer Person emotional fest. Diese sollte immer erreichbar sein. Zugleich darf die Bezugsperson sich nicht auf den Depressiven drängen. Vor allem kein "Das-Hilft-Dir-Gerede".

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  27. Sie haben recht! Ich an Ihrer Stelle würde auch Schluss machen. Allerdings bitte nicht gleich mit dem Leben, nur mal mit Ronja von Rönne. Dieses Format ist wirklich bis zum Stiel abgelutscht. Tauchen Sie unter, suchen Sie sich einen anderen Namen und machen Sie ein soziales Jahr oder gehen Sie nach Westafrika mit einem Koffer voll Büchern. Vielleicht ist die Liebe zur Literatur ja echt, das können im Moment weder Sie noch irgendwer wirklich wissen. Es wird sicher eine Zeit dauern, bis Sie anfangen zu verstehen, wer Sie so gnadenlos verheizt hat und was es war, was da verheizt wurde. Das hat mit Frechheit zu tun und einem Schmollmund, der die gut rüberbrachte. Das hat mit alten Herren zu tun und mit halbwüchsigen Mädchen, aber Sie werden es wohl genauer verstehen müssen, um wieder gesund zu werden. Einen Bestseller werden Sie nicht mehr schreiben, das hätten Sie vor einem Jahr in den Tüchern haben müssen. Vielleicht ist noch mal ein Meisterwerk drin, aber dafür müssen Sie wahrscheinlich erst mal jetzt durch einen langen Tunnel und erkennen, dass Erfolg und Glück nur bestenfalls als Lebensziele für Dummköpfe herhalten können, die sich leicht betrügen lassen. Ihre jetzige Niedergeschlagenheit deutet ja darauf hin, dass hinter all den auswendig gelernten Interviewphrasen vielleicht wirklich eine Substanz schläft, die sich nicht mehr wegschminken lassen will. Wer weiß? Ich rate jedenfalls zum Risiko (wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um!), falls Ihre Krise echt ist. Viel Glück!

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  28. Die irren Stimmen im Kopf, ja, die kennt man wohl. Ich habe immer wieder das unsinnige Gefühl alleine zu sein, ich bin nicht alleine. Und doch spüre ich eine Art Isolation unter den verschiedensten Gruppierungen von Menschen. Ich stehe daneben und frage mich, wie sich die Leute um mich herum für die banalsten Themen begeistern können. ich kann mitreden, aber eigentlich intressiert es mich nicht und ich kangweile mich. Ich finde das schade, weil mir so vieles nicht genug ist und ich mich deshalb alleine fühle und oft alleine dasitz' und mih mir irren Stimmen unterhalte, total abwegig.

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  29. Hey jo ("Eastside sind die coolesten"-Handsign"), als ich noch am Abi wiederholenw ar, hatten wir besuch von einem Therapiehilfeverein, wo mir im Kopf hängengeblieben ist, das Depressive mit den Therapeuten dort Verträge abschließen, sich bis zum nächsten Termin nicht umzubringen. Aus meiner weiterem tiefen Erfahrungsschatz, den ich aus buddhistischen Meditationen gegriffen habe, kann ich dir sagen: das absolute Ende als Ausweg zunehmen ist eeeeeeeeeecht uncool. Ich wüsste gern bis heute warum ein Mitschülermensch den genommen hat. Also shit ehrlich, tus bitte nicht. Das ist der einzige Blog den ich lese und den schreibt sonst kein anderer. :3

    Hier noch n echt guten Witz:

    "Was machst du beruflich?"

    "Ich mache Schlüssel nach."

    "Wie machen den Schlüssel so?"


    Das empfehle ich dir noch, wenn man das guckt, denkt man eigentlich an nichts anderes außer noch gleich die nächste Folge zu schauen: https://www.dailymotion.com/video/x6l6tm3

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  30. Ich bin ja versucht, es eher für Kalkül und schwarzen Humor zu halten. Aber wie dem auch sei, ich hoffe, dass Ihnen schon klar ist, wie viele hormonverwirrte Teenager jetzt auch anfangen, Selbstmordmethoden zu googlen.

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  31. Ronja! Gib den Stimmen ein fetten Tritt. Alles relativ, und niemand steckt in deiner Haut. Sachen, die für dich hart sind, sind halt für andere easy, und andersrum. Wohlstandsverwahrlosung my ass, da gibt es deutlich Verwahlosterererere (siehe Silicon Valley). Serien bingen macht dich noch lange nicht erbärmlich. Vielleicht braucht dein Hirn das einfach gerade. Oder dein Spirit. Ist egal. Lass dich mal umarmen und fühl dich bisschen umarmt aus der Ferne, ja?

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  32. Witzig, das mit dem Googlen von Selbstmordmethoden habe ich auch mal gemacht. In der Schule im Computerraum. Und das war der Moment, in dem ich merkte, dass ich wieder zu weit abgerutscht war. Bin Bipolar. Nur im Bett liegen und Weinen kenne ich auch. Und irgendwann nur noch in die Luft starren, weil weinen nicht mehr geht. Keine Kraft zum Essen, wozu auch. Zwischendurch fragte ich mich, wann ich zuletzt geduscht hatte, aber war mir dann auch egal. Es war mir auch egal, dass mein Bruder die Spur aus Menstruationsblut auf meinem Teppich sah, die ich Tage zuvor auf dem Weg ins Bad (einzige körperliche Aktivität während der Tiefpunkte meiner Depressionen) dort hinterlassen hatte. Mir war nichtmal der Gedanke gekommen, das Blut zu entfernen.
    Ich glaube, in der Situation muss man einfach viel Gedankenarbeit leisten und das passiert ganz von alleine, während man leidet. Schreiben kann auch helfen, wenn man die Kraft aufbringt. Bei mir ging der Zustand immer irgendwann einfach vorüber und dann dachte ich "Hä? Selbstmordgedanken? Dumm?"

    Aber Ratschläge sind scheiße und nerven mehr als sie helfen.
    Ich fühle mit und wünsche gute Besserung!

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  33. So sprach das Fleisch zu allen Zeiten:
    Nichts gibt es als das satt und glücklich sein!

    Uns aber soll ein andres Wort begleiten:
    das Ringende geht in die Schöpfung ein.
    Das Ringende, von dem die Glücke sinken,
    das Schmerzliche, um das die Schatten wehn,
    die Lechzenden, die aus zwei Bechern trinken,
    und beide Becher sind voll Untergehn.

    Des Menschen Gieriges, das Fraß und Paarung
    als letzte Schreie durch die Welten ruft,
    verwest an Fetten, Falten und Bejahrung,
    und seine Fäulnis stößt es in die Gruft.

    Das Leidende wird es erstreiten,
    das Einsame, das Stille, das allein
    die alten Mächte fühlt, die uns begleiten –:
    und dieser Mensch wird unaufhörlich sein.

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  34. Die größte Schwierigkeit, um wieder damit aufzuhören, ist die, dass wir uns eingestehen müssen, dass (ähnlich wie bei einem Streit unter guten Freunden) es zu nichts geführt hat, auch zu nichts führen konnte, weil es eigentlich nichts war, es gar keinen benennbaren Grund gab. Letztlich müssen wir, wenn wir ehrlich sind, nur die Scham überwinden für das aufgeführte Theater. Dazu sollten all die objektivierten psychologischen Begriffe dienen, von denen wir tief drin natürlich wissen, dass sie armseliger Schwindel sind und wir jetzt fürchten müssen, dass das die wenigen Menschen, um die es uns ging und die uns wirklich wichtig sind, das auch längst wissen. (Im Wesen allein sein, allein bleiben ist unüberholbares Menschenschicksal.)

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  35. Suchen Sie nicht den ewigen Augenblick. Glück ist im Jetzt. Ihre frisch gebrühte Tasse Tee wird kalt. Das wissen Sie aus Erfahrung oder aus dem Physikuntericht. Trinken Sie ihren Tee jetzt. Wenn Sie den falschen Beutel aufgegossen haben, schütten Sie den alten Tee weg und machen Sie sich einen neuen.
    Sie wissen nicht welchen? Kenne ich zu gut. Ausprobieren. Andere Menschen nach Lieblingstees fragen und innerlich schaudern. Oder halt Kaffee. Auch gerne mit Zucker oder Milch. Nur mit dem Trinken nicht zu lange warten. Selbst mit Stövchen wird die Plörre langsam aber sicher bitter. Genau wie ein allzu vernünftiges Leben. Denn mit Vernunft betrachtet ist selbst die beruhigende Wärme Ihres oder Ihrer Liebsten nur Zeugnis von Entropie und der Gewissheit, dass in unserem Universum eine Tasse Tee nun einmal kalt wird. Aber dieses Universum ist nicht unsere Welt.

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    1. Sie können glauben, dass es eine andere Welt gibt. Das heißt Religion und erscheint mir überall entweder tot oder in letzter Agonie. Oder Sie können versuchen, mit all den gigantischen Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, eine andere zu bauen. Das heißt Kunst, versteckt sich in diesen Zeiten wohlweislich und ist eines der tragischsten und glücklichsten Menschenschicksale.

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    2. Sie missverstehen den letzten Satz, befürchte ich. Wir alle existieren auf diesem Planeten - und leben in einer uns eigenen Welt, die wir im Laufe unseres Daseins aus Schnittmengen der Welten anderer Menschen geschaffen haben und die so ständig neu entsteht und größer wird. Trotzdem wird Tee kalt.

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    3. Kalter Kaffee! :-) Wenn mir der Tee kalt wird, bedeutet das, dass ich vertieft war in schöneren Gefilden.

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  36. Mh, das ist interessant - vor 3 Jahren war Depression nur eine Entschuldigung, "wenn wir das mit dem glücklichwerden mal nicht ganz so gut hinkriegen". Scheint sich anders anzufühlen wenn man Teil des Clubs ist. Karma is a bitch...
    Falls schon vergessen: Welt.de "Warum Ihr alle psychisch gestört seit"

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    1. Treten Sie auch physisch nach, wenn jemand am Boden liegt, oder ist das eher so eine bequeme "anonym im Internet" Sache? Mal ganz davon abgesehen, dass der Tritt komplett daneben geht, da Sie den Welt-Artikels offenbar nicht begriffen haben.

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  37. Liebe Ronja, ich hatte keinen Schimmer wer du bist. Sorry. Bis Freunde von mir in geselliger Runde meinten, ich sähe dir ähnlich. Also hab ich dich durchgegoogelt - siehe da, ham se recht - und scheinbar haben wir noch mehr gemein.

    Depressionen sind kacke, und auf wessen Schulter sie sich setzen ist unabhängig davon, wie schlau, schön, bekannt, unbekannt, erfolgreich, erfolglos man ist. Es geht vorbei. Versprochen. Dann kommt es vielleicht wieder. Und geht wieder vorbei.

    Klingt ein bisschen nach Postkartenweisheit, aber das chinesische Zeichen für "Krise" ist das gleiche wie für "Chance". Also. Nicht Augen zu und durch, sondern Augen auf und rein.

    Von einer, die in den letzten acht Jahren an sich und ihren Krisen gewachsen ist.

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  38. Ich nochmal. Madam vom letzten Kommentar. (Samstag, 06:00 Uhr morgens, ich sage doch Depressionen sind ein Arschloch)

    Ich hab da nochmal über etwas nachgedacht. "Ronja hat alles, was sich irgendwer anderes wünscht. (...) Wenn du nicht glücklich bist mit dem, was glaubst du denn, dass dich irgendwas anderes auf der Welt noch glücklich macht? Was willst du denn verdammt nochmal noch vom Leben?!!"

    Ja, ich kenne den Gedanken auch. Mein Leben ist von außen betrachtet echt schön. Ich habe viel von dem, was andere sich wünschen. Aber zum einen geht's nicht ums Haben, zum anderen macht es an sich noch keinen Wert aus, dass alle anderen es haben wollen. Dann ist es vielleicht einfach nicht das richtige was ich habe. Hatte. Ich fange an mir die Dinge im Leben zusammenzusuchen, die mich wirklich glücklich machen. Ein passendes Puzzlestück gibt es, und das klingt sehr banal ist aber das, was immer hilft. Immer. Allein der Gedanke daran und das Leben fühlt sich richtig an. Surfen. Also Wellenreiten. Ich brauche mehr von diesen Dingen, die mich mit mir und der Welt verbinden. Und die haben alle nichts mit Geld, Schönheit oder Berühmtsein zu tun.

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  39. Man muss die Momente aushalten lernen. Und mehr Sätze lesen, die mit "Man muss" anfangen

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  40. ...
    Ich, kaum verzweigt, im Tiefen unverbunden,
    Ich, ohne Wesen, doch auch ohne Schein,
    meistens im Überfall von Trauerstunden,
    es hat schon seinen Namen überwunden,
    nur manchmal fällt er ihm noch flüchtig ein.

    So hin und her ...
    ich suche so und finde keinen Rat,
    ...

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  41. Also wenn du das wirklich in deinen Kopf hörst mit den verschiedenen Stimmen, solltest du mal über Dämonen googlen. Und ich meine nicht Scheiß von Gruftis oder selbsternannten Hexen. Ich reden von Parasychologie und Menschen die eine Art von Gefäß für Tote Menschen darstellen können, deren Stimmen die dann hören können - das was du da beschreibst. Normalerweise ist das bei den meisten Mneschen blockiert, aber bei dir scheint das nicht blockiert zu sein wodurch auch immer das aufgehoben wurde, Trauma, Erlebnisse mit Toten, Dauerdrogenrausch, Gewalt gegen dich, usw.
    Du kannst nun damit leben oder es versuchen oder wenn du sie dauerhaft vertreiben willst solltest du es bei der katholischen Kirche (ernsthaft!) probieren, die haben immer noch sowas wie Teufelsaustreibung und entsprechende Rituale im Angebot. Ob es keine Teufel&Dämonen im den Sinne sind, sollen diese Rituale doch helfen.
    Viel Glück und bring dich nicht selber um auch wenn die Stimmen es gerne wollen, weil sie einsam sind und dich bei sich haben wollen usw.
    anonym

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  42. Sehr geehrte liebe Ronja,

    vielleicht ist es das Beste einen Menschen zu haben, der Sie so liebt wie Sie sind und den Sie so lieben können wie Sie sind.

    Herzliche Grüße

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  43. Das Komische ist ja, dass man das, was man sein will, nur deswegen ist, weil man auch das ist, was man nicht sein will.
    P.S. Du schreibst ganz wunderbar, danke!

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(Ich veröffentliche nur freundliche Kommentare. Das Sudelheft ist mein Zuhause, und ich lade selten Leute zu mir nach Hause ein, die mich mit "Ich hasse dich, deine Familie und deine Texte" begrüßen.)


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